- Vergleich von Kenngrössen zwischen Gemeinden, Städten und Kantonen mit dem Ziel Unterschiede zu visualisieren, Standards und Zielwerte zu definieren sowie um eigene Schwächen und Stärken zu erkennen.
- Betrachtungshorizont: 2035
- Aktualisierungsrhythmus: 1-4 Jahre
Benchmarking (sinngemäß „Maßstäbe vergleichen“) bezeichnet den Vergleich von Ergebnissen. Beim Benchmarking von Gemeinden, Regionen oder Kantonen werden Kennzahlen zu einem bestimmten Zielbereich verglichen. Ein bekanntes Benchmarking ist die Publikation der Ergebnisse aus dem Zertifizierungsprozess Energiestadt. Wichtig beim Benchmarking ist, dass die Kennzahlen, welche zum Vergleich herangezogen werden, auf einer gemeinsamen Verständnisbasis, einer klar definierten Bezugsgrösse und einer vergleichbaren Struktur erhoben wurden. Je vielfältiger die Einflussfaktoren auf einen bestimmten Zielbereich sind und je breiter ein Zielbereich ist, desto schwieriger ist es, korrekte Vergleiche anzustellen.
Benchmarking dient dazu,
- Unterschiede zu visualisieren,
- Standards und Zielwerte zu definieren,
- Ursachen für die Unterschiede zu ergründen,
- eigene Stärken und Schwächen zu erkennen,
- Handlungsspielräume für Verbesserungen zu identifizieren
- Indikatoren und Methodik weiter zu entwickeln,
- den Wettbewerb unter den Gemeinden zu beleben,
- Cluster aus Gemeinden mit ähnlichen Strukturen zu bilden.
Neben Energiestadt bietet auch der Cercle Indicateurs ein Benchmarking an. Jedoch sind die drei Kernindikatoren der Zielbereiche Energie und Klima nur beschränkt für ein Benchmarking geeignet: Für Kantone gibt es keinen geeigneten Indikator, für Städte lediglich einen uneingeschränkt einsetzbaren (erneuerbare Energien) und einen bedingt einsetzbaren (Energieverbrauch) Indikator.
Trotzdem bleibt Benchmarking ein wichtiges Instrument, um den Wettbewerb zwischen den Gemeinden und Städten zu fördern und um Diskussionen über die auschlaggebenden Einflussfaktoren des Ergebnisses und das Verbesserungspotential anzuregen. Um die methodischen Schwierigkeiten zu umgehen, wird deshalb oft der Durchschnittswert der Gruppe oder der nächst grösseren Ebene des Gemeinwesens als Benchmark herangezogen wie z.B. in den Energiedaten für St. Galler Gemeinden (Kanton St. Gallen, 2016) oder im Energiespiegel Luzerner Gemeinden (Kanton Luzern, o. J.)
