In der Initialphase des Programms Zukunftsregion Novatlantis Argovia* sind mit interessierten Gemeinden Potenzialanalysen durchgeführt worden. Neben dem grossen Interesse der Gemeinden hat sich gezeigt, dass nur wenige den Energieverbrauch der eigenen Liegenschaften systematisch erfassen oder eine Energie- und CO2-Bilanz rechnen. Die Kenntnisse über den eigenen Energieverbrauch und CO2-Ausstoss sind jedoch für die Massnahmenplanung und die Erfolgskontrolle notwendig.

Dieses Projekt will die Erfolgsfaktoren für die aktive Teilnahme von Gemeinden an Programmen zur Förderung der Nachhaltigkeit und der Energieeffizienz, wie z.B. der „Zukunftsregion Novatlantis Argovia“ oder Energiestadt, untersuchen und die notwendigen Rahmenbedingungen zur Einführung und In-Wert-Setzung der Energie- und CO2-Buchhaltung- und/oder -Bilanzierung in Städten und Gemeinden näher betrachten. Dazu wird in einem ersten Teil ein Überblick über die verschiedenen Bilanzierungsmethoden, ihre aktuelle Verbreitung und ihr Stellenwert in kommunalen, kantonalen und nationalen Energie- und Klimastrategien geschaffen. In einem zweiten Teil, der empirischen Begleitforschung, werden die Entscheidungsfindungsprozesse für oder gegen eine Teilnahme an Programmen sowie die Implementierungsabläufe am Beispiel der Energie- und CO2-Buchhaltung- und/oder -Bilanzierung in Gemeinden untersucht. Ziel ist es, den Nutzen, begünstigende oder behindernde Faktoren zu benennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Faktoren beeinflusst werden können, so dass mehr Gemeinden aktiv einen Beitrag an die Energiestrategie 2050 leisten und eine Breitenwirkung erzielt wird.

Das Projekt „Erfolgsfaktoren von Gebäude-Energiebuchhaltung und Energie- und CO2-Bilanzierung in Städten und Gemeinden – Wirkungsanalyse, empirische Begleitforschung und Beitrag zu den nationalen Energie- und Klimastrategien“ wurde aktiv von der Hirschmann-Stiftung und dem Paul Scherrer Institut PSI unterstützt. Es läuft von Mitte 2016 – Ende 1. Quartal 2019.

*Die Zukunftsregion Novatlantis Argovia ist ein Programm für Aargauer Gemeinden, welches im Jahr 2013 durch eine gemeinsame Initiative des Kantons Aargau, der Energiedienstleistungsunternehmen eniwa (damals IBAarau AG), AEW Energie AG sowie novatlantis gegründet wurde. Seit Beginn 2017 wird das Programm unter dem Namen „Zukunftsregion Argovia“ durch die Energiedienstleistungsunternehmen und den Kanton Aargau geführt.