2017 wurde eine Umfrage unter dem Titel „Energiekennzahlen: Freud und Leid“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, den Stand über die Erstellung und Verwendung von Energiebuchhaltungen kommunaler Bauten und Anlagen sowie über Energie und CO2-Bilanzierungen bei Gemeinden der deutschsprachigen Schweiz zu erfahren. Die Befragung war aufgeteilt in die Teile:

  • Allgemeine Angaben (Teil I)
  • Energie – ein strategisches Thema (Teil II)
  • Energieverbrauch gemeindeeigener Bauten (Teil III)
  • Energie- und CO2-Bilanzierung für die ganze Gemeinde (Teil IV)

Von den 1’448 angeschriebenen Gemeinden haben 209 die Umfrage aufgerufen (14.7 %), 27 davon haben keine Frage beantwortet, weitere 25 haben die Umfrage nach 14 abgegebenen Antworten, grösstenteils aus dem Teil I, verlassen. Auswertbare Antworten liegen insgesamt von 157 Gemeinden vor (10.5 %, Auswertungsmenge). Diese
Rücklaufquote ist zwar gering, lässt dennoch Rückschlüsse auf die Situation in der deutschsprachigen
Schweiz zu. Hier werden ausgewählte Ergebnisse präsentiert. Für die Interpretation und Diskussion aller Ergebnisse ist die vollständige Auswertung massgebend.

Welche Anwendungen sind den Gemeinden bekannt?

Von EnerCoach zu Gemeindeenergiekarten, Bilanzierungstools und Kalkulatoren: Die Vielfalt ist gross. Wie gehen die Gemeinden mit dieser Vielfalt an Instrumenten um? Welche kommen bei den Gemeinden an? Dies war eine Punkt bei der Umfrage „Freud und Leid von Energiekennzahlen“. Den Gemeinden wurden verschiedene Instrumente und Hilfsmittel genannt. Sie wurden aufgefordert, Ihr Wissen einzuschätzen in passives…

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Wie strategisch sind Gemeinden unterwegs?

In der Umfrage interesssierte, ob Gemeinden im Energiebereich über Grundlagen verfügen, auf welche sie kurz- und mittelfristige Planungen im Energiebereich wie z.B. den Liegenschaftunterhalt und die Erneuerung, Energieversorgung sowie Energie-Effizienzmassnahmen aufbauen.  Es wurde gefragt, ob sie über „kommunale Energievorgaben“ verfügten, wobei der Begriff weit gefasst wurde: Darunter wurden Leitbilder mit Nachhaltigkeitsziele, Energierichtpläne und Richtlinien zur…

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Erfassen Gemeinden die Energieverbräuche ihrer Bauten und Anlagen und wenn ja, wie?

Wie halten es die Gemeinden konkret mit ihren eigenen Bauten und Anlagen? Erfassen und kontrollieren sie denjenigen Energieverbrauch, welchen sie unmittelbar beeinflussen können? Die Antwort darauf ist ernüchternd: Jede vierte Gemeinde (28 von 112 antwortenden Gemeinden) verneint diese Frage. Doch die Energiestädte unterschieden sich deutlich von den Nicht­-Energiestädten. Bei den Energiestädten ist es ein kleiner…

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Warum erfassen Gemeinden die Energieverbräuche ihrer Bauten und Anlagen nicht?

Diejenigen 28 Gemeinden, welche Frage nach der Erfassung des Energieverbrauchs verneint haben, wurden nach den Gründen für den Verzicht gefragt. 27 der verneinenden Gemeinden habe diese Frage beantwortet. Zwei der Antworten stammen von Energiestädten: Eine davon gab an, dass die Datenverfügbarkeit und die andere, dass das Auf­wand­-Nutzen-­Verhältnis ungenügend ist. Die weiteren 25 Gemeinden sind folglich…

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Verfügen die Gemeinden über eine kommunale Energie­ und CO2-­Bilanz?

Bei der Energie­ und CO2-Bilanzierung werden die Energieverbräuche und die Treibhausgas-­Emis­sionen über das gesamte Gemeindegebiet aus­ gewiesen. Eine verlässliche kommunale Energie­ und CO2-Bilanz ist arbeitsaufwändig und setzt Fachwissen voraus. Es gibt Kantone (z.B. St. Gallen und Luzern), welche ihren Gemeinden eine Bilanz zur Verfügung stellen. Die Bilanzierung ist bei den Nicht­-Energiestädten nicht verbreitet. Nur 5…

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