Diejenigen 28 Gemeinden, welche Frage nach der Erfassung des Energieverbrauchs verneint haben, wurden nach den Gründen für den Verzicht gefragt. 27 der verneinenden Gemeinden habe diese Frage beantwortet. Zwei der Antworten stammen von Energiestädten: Eine davon gab an, dass die Datenverfügbarkeit und die andere, dass das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ungenügend ist. Die weiteren 25 Gemeinden sind folglich Nicht-Energiestädte.

Warum verzichten Gemeinden auf die Erfassung des Energieverbrauchs?
Bei den Antworten sticht sowohl das als ungenügend wahrgenommene Aufwand-Nutzen-Verhältnis, als auch die geringere Priorität des Energieverbrauchs im Vergleich zu anderen Gemeindeaufgaben (mit 10 Nennungen die zweithäufigste Antwort) ins Auge. Aber auch die technischen Schwierigkeiten dürfen nicht vernachlässigt werden. Einstiegshürden in die Führung einer Energiebuchhaltung sind vorhanden. Das kann darauf hindeuten, dass das vielfältige Weiterbildungsprogramm von Energie-Schweiz für Gemeinden ausserhalb des Energiestadt-Kreises ungenügend wahrgenommen wird. Als weitere Gründe für den Verzicht werden genannt: Der Energieverbrauch wird lediglich plausibilisiert, fehlende Mittel für energetische Sanierungen, viele ältere Gebäude, teilweise schwierige Erfassung, hohe Software-Kosten und Auswertungskosten, fehlende Ressourcen, Minimierung des administrativen Aufwands im Sinne von «Mehr Taten statt Worte».






