Den Einstieg in eine kommunale Energiestrategie zu finden, ist nicht immer einfach. Die Notwendigkeit einer Strategie wird von den verschiedenen Akteuren unterschiedlich beurteilt. Die Zeitaufwand und die Kosten oft nicht in einem guten Verhältnis zum Nutzen einer Strategie gesehen. Zudem spielt die Erfahrung, dass viele Konzepte und Papiere in der Schublade verschienden, den Skeptikern in die Hände. Dennoch sind Ziele sowie ein Plan, wie diese Ziele erreicht werden können, notwendig. Nur mit einer breit abgesicherten Strategie, welche vom Gemeinderat verabschiedet wurde, verkürzen sich Budget-Diskussionen und können Anforderungen an Bauprojekte klar deklariert werden, ohne dass immer von Neuem Grundsatzdiskussionen geführt werden müssen. Auch die Anforderungen an den Unterhalt der kommunalen Bauten und Anlagen lässt sich einfacher formulieren, wenn sowohl die Ausgangslage als auch die Zielvorstellungen bekannt und allgemen anerkannt sind.
Doch wie gelangt man zu einer kommunalen Energiestrategie, wenn die Zeichen im politischen Diskurs zwar nicht auf rot, aber auch nicht auf grün stehen? Eine kommunales Leuchtturmprojekt kann in dieser Sitaution helfen, Türen öffnen und Verständnis schaffen. Wenn ein neuer Kindergarten gebaut wird, ein neues Schulhaus notwendig wird, dann ist die Gelegenheit da, einen Vorzeigebau zu verwirklichen: Minergie-P, Minergie-Eco, ein guter Holzbau – vielleicht sogar mit Holz aus der Gemeinde – es gibt viele Möglichkeiten. Ein gutes Beispiel kann den Gemeinderäten, der Bevölkerung und der lokalen Presse gezeigt werden – und damit kann der Boden für eine kommunale Strategie-Diskussion vorbereitet werden.






