Ziel einer Energieplanung ist es, die künftige räumliche Entwicklung innerhalb eines definierten Perimeters mit der angestrebten Entwicklung der Energieversorgung und –nutzung abzustimmen. Beim festgelegten Perimeter kann es sich um ein Areal, eine Gemeinde, Region oder um einen Kanton handeln. Damit die Energieplanung die Ziele erfüllen kann, muss sie einerseits den bestehenden Energiebedarf sowie seine zukünftige Entwicklung in Abstimmung mit der baulichen Entwicklung kennen, aber auch die Angebote an Wärme, Kälte und Strom abschätzen können. Zu Beginn einer Energieplanung ist deshalb immer Recherchearbeit angesagt: In Räumliche Energieplanung – Werkzeuge für eine zukunftstaugliche Wärmeversorgung1,2 wird der Energiebedarf zuerst aufgrund nationaler Statistiken und Kennzahlen auf die Gemeinde herunter gebrochen und danach mit lokalen Daten, welche bei verschiedenen Energielieferanten nachgefragt werden, ergänzt. Ebenso wird das Potential an erneuerbaren Energien aus diversen Quellen erfragt und zusammengetragen. Alle Kenngrössen müssen zumindest im Hektarraster besser aber gebäudescharf verortet werden können.

Die Energieplanung kann sich auf die Wärme- und Kälteversorgung sowie die Nutzung ortsgebundener erneuerbarer Energiequellen (inkl. Kehrichtverbrennungs- und Abwasserreinigungsanlagen) beschränken; sie kann jedoch umfassender angedacht werden3 und zusätzlich die Bereiche Elektrizität und Mobilität umfassen. Werden die letzteren Bereiche ebenfalls behandelt, wird die Energieplanung zu einem Energiekonzept. Sie sind immer auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt und individualisiert. Tools und Software für die Energieplanung decken jeweils nur Teilaspekte ab. Eine Energieplanung und auch Energiekonzepte werden aufgrund ihres grossen Rechercheaufwandes nicht, oder nur in grösseren Zeitabständen aktualisiert.

 

Quellen

  1. Brandes Energie AG; econcept AG; PLANAR AG, (2010): Räumliche Energieplanung- Werkzeuge für eine zukunftstaugliche Wärmeversorgung, 2010. (http://www.energiestadt.ch/instrumente-massnahmen/raeumliche-energieplanung/ [Stand 8.12.2016]).
  2. International Organization for Standardization, (2016): ISO 50001 Energy management systems Geneva.
  3. Konferenz Kantonaler Energiedirektoren EnDK, (2015): Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn), Ausgabe 2014, deutsche Version.

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