Nach der Definition der Internationalen Normenorganisation (International Organization for Standardization; ISO) ist eine technische Norm eine «technische Spezifikation bzw. ein Dokument,

  • das der Öffentlichkeit zugänglich ist,
  • in Zusammenarbeit mit allen interessierten Kreisen und mit deren Konsens oder allgemeiner Billigung aufgestellt wird,
  • sich auf die vereinten Ergebnisse von Wissenschaft, Technik und Erfahrung stützt,
  • den grössten Nutzen der Allgemeinheit zum Ziel hat und

von einem qualifizierten Gremium auf nationaler, regionaler oder internationaler Ebene angenommen wurde».

 

Im schweizerischen Bundesgesetz über die technischen Handelshemmnisse (THG) werden technische Normen definiert als nicht rechtsverbindliche, durch normschaffende Gremien aufgestellte Regeln, Leitlinien und Merkmale, welche insbesondere die Herstellung, die Beschaffenheit, die Eigenschaften, die Verpackung oder die Beschriftung von Produkten oder die Prüfung oder die Konformitätsbewertung betreffen1

Normen entfalten erst eine rechtliche Wirkung, wenn ein rechtlicher Erlass auf sie verweist. Die Mustervorschriften Energie MuKen stützen sich auf folgende Normen des SIA:

  • Norm SIA 180 «Wärmeschutz, Feuchteschutz und Raumklima in Gebäuden», Ausgabe 2014
  • Norm SIA 380/1 «Thermische Energie im Hochbau», Ausgabe 2009 (in Revision)
  • Norm SIA 380/4 «Elektrische Energie im Hochbau», Ausgabe 2006 (in Revision)
  • Norm SIA 382/1 «Lüftungs- und Klimaanlagen – Allgemeine Grundlagen und Anforderungen», Ausgabe 2014
  • Norm SIA 384/1 «Heizungsanlagen in Gebäuden – Technische Anforderungen», Ausgabe 2009
  • Norm SIA 384/3 «Heizungsanlagen in Gebäuden – Energiebedarf», Ausgabe 2013
  • Norm SIA 416/1 «Kennzahlen für die Gebäudetechnik», Ausgabe 2007 (in Revision)
  • Merkblatt SIA 2028 «Klimadaten für Bauphysik, Energie- und Gebäudetechnik», Ausgabe 2012

Quellen

  1. Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA, (2013): Normung und Recht – der rechtliche Status von Normen. Zürich.

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